Begleiterkrankungen

Starkes Übergewicht führt oft zu schneller Ermüdung und geringerer Belastbarkeit sowie zu Minderwertigkeitsgefühlen. Weitere, negative Auswirkungen für Ihre Gesundheit haben die Begleit- bzw. Folgeerkrankungen einer Adipositas. Die Risiken für folgende, teilweise schwerwiegende, Erkrankungen steigen mit zunehmendem Körpergewicht.

Koronare Herzerkrankungen
Dies sind Erkrankungen des Herzens, verursacht durch Verkalkung der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel versorgen (z.B. Herzinfarkt, Angina Pectoris). Etwa 40% aller Fälle der Koronaren Herzerkrankungen sind auf einen erhöhten Body-Mass-Index (BMI) zurückzuführen.

Schlaganfall (Apoplex)
Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall. Größere Fettansammlungen im Bauch- und Hüftbereich erhöhen das Schlaganfallrisiko sogar schon bei leichtem Übergewicht.

Hypertonie
Eine der Grundursachen des Bluthochdrucks ist erhöhtes Körpergewicht. Mit jedem Kilogramm Gewichtsverlust sinkt der Blutdruck zwischen 1,0 und 1,6 mm Hg (sowohl systolisch als auch diastolisch). Somit gehört die Gewichtsreduktion zur Basistherapie des arteriellen Bluthochdrucks.

Diabetes mellitus
Die Adipositas ist ein anerkannter Risikofaktor für den nicht insulinabhängigen Diabetes mellitus (Typ 2 Diabetes). Fast 80% aller Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig!

Gallenblasenerkrankungen
Übergewichtige haben ein erhöhtes Risiko, Gallensteine zu bekommen.

Arthrose
Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass Übergewicht die Entstehung abnutzungsbedingter Gelenkveränderungen begünstigt. Eine Arthrose kann durch die Einschränkung der körperlichen Betätigung zu Adipositas beitragen.

Krebs
Eine Adipositas scheint das Risiko für bestimmte bösartige Erkrankungen zu erhöhen. Dazu gehören Gebärmutterkrebs und - besonders nach den Wechseljahren - Brustkrebs (fast die Hälfte aller an Brustkrebs erkrankten Frauen sind übergewichtig). Ebenso Prostata- und Gallenblasenkrebs.

Gefäßkrankheiten
Übergewichtige Menschen leiden deutlich häufiger an Krampfadern, Beinvenenthrombosen und anderen Gefäßkrankheiten.

Schlafapnoe
Versuche in einem Schlaflabor haben gezeigt: 70% der Patienten, die an kurzzeitigem Atemstillstand während des Schlafs leiden, haben einen BMI von über 35.

Schwangerschaft und Geburt
Adipöse Frauen haben oft hormonell bedingte Probleme schwanger zu werden. Während einer Schwangerschaft ist das Risiko für übergewichtige Frauen, an Diabetes, Harnweginfektionen, Venenthrombosen und Bluthochdruck zu erkranken, wesentlich erhöht. Adipöse werden häufiger durch einen Kaiserschnitt entbunden, ihre Kinder sind häufiger zuckerkrank.

Fettstoffwechselstörungen
Adipöse Patienten leiden häufig an Störungen im Fettstoffwechsel. Dieses Krankheitsbild tritt meist in Kombination mit Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Harnsäure im Blut auf und wird als metabolisches Syndrom bezeichnet.

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